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Solarauster produziert Strom und Wärme statt Perlen

SunOyster

Der Tierpark Nürnberg beherbergt seit Dezember eine Sonnenauster. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist Die Stromerzeugung; füttern darf man sie nicht. (Copyright: SunOyster)

Der Tiergarten der Stadt Nürnberg hat seit Dezember ein ganz besonderes Tier auf seinem Gelände – eine SunOyster. Die Solaranlage kann, ähnlich einer Auster, bei starkem Wind eine Art Schutzposition einnehmen und sich selbst schließen, berichtet der Zoo. Sie wurde in Kooperation mit dem Stromversorger N-ERGIE und dem Hersteller SunOyster errichtet. Die spezielle Solartechnologie kombiniert Photovoltaik und Solarthermie.

 „Wir erzeugen nicht nur Strom, sondern auch Wärme und das mit einem sehr hohen Wirkungsgrad: Bis zu 75% des direkten Sonnenlichts können in Leistung umgewandelt werden. Herkömmliche PV-Anlagen erreichen einen weitaus geringeren Wirkungsgrad“, erklärt Dr. Carsten Corino, Geschäftsführer bei SunOyster Systems. In der Kombination der SunOyster mit thermischen Kältemaschinen könne die erzeugte Wärme sehr leicht in Kälte umgewandelt und so der komplette Energiebedarf von Gebäuden abgedeckt werden.

Technisch werden bei der SunOyster die Parabolspiegel zweiachsig der Sonne nachgeführt, um das direkte Sonnenlicht auf eine Linie zu konzentrieren. Ein Receiver konzentriert das Licht ein zweites Mal durch spezielle Glaslinsen auf Konzentrator-PV-Zellen mit sehr hohem Wirkungsgrad (44%). Diese erzeugen Strom mit einem elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 30%. Zudem erwärmen sich die Zellen. Die Wärme wird an ein Fluid abgegeben und zum Nutzer transportiert. Der thermische Wirkungsgrad beträgt bis zu 45%. Dadurch soll die SunOyster auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen wie Schlagschatten eine nur geringfügig niedrigere Leistung erbringen. Die Technische Hochschule Nürnberg begleitet das Projekt wissenschaftlich.

Weitere Informationen: SunOyster

 

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