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Dezentrale Energie digital steuern

KWK in der Grundschule

Drei KWK-Anlagen versorgen in Olfen die Grundschule, die Feuerwehr und eine Flüchtlingsunterkunft. Im Jahr 2019 produzierten sie zusammen 500.000 kWh Wärme und 73.000 kWh Strom. (Copyright: Stadt Olfen)

Eine dezentrale, nachhaltige Energieversorgung mit einer zentralen Steuerung – dieses Ziel verfolgt die Stadt Olfen für ihre öffentlichen Gebäude. Ein entsprechendes Konzept setzt sie mit dem Energieversorger Gelsenwasser um, mit dem sie bereits 2012 GENREO, die Gesellschaft zur Nutzung regenerativer Energie in Olfen gründete. Inzwischen sind die ersten drei sanierten oder neugebauten Gebäude mit einer KWK-Anlage ausgestattet.

Digitale Steuerung spart Energie

Gelsenwasser überwacht die Olfener Anlagen über eine Glasfaserverbindung 24 Stunden am Tag, so dass beispielsweise ein Heizungsausfall frühzeitig bemerkt wird. Langfristig sollen über die zentrale Steuerung auch Synergien auf Seiten der bedarfsgerechten Stromerzeugung genutzt werden. Die BHKW sollen dann laufen, wenn Strom gebraucht wird, die nicht benötigte Wärme wird vor Ort zwischengespeichert. Auch Energieverschwendung, beispielsweise durch nachts oder in den Ferien durchlaufende Heizungen, verhindert die moderne Technik. Die Überwachung der Anlage in der Grundschule ist in die allgemeine Gebäudesteuerung integriert. So können Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Sonnenschutz zentral gesteuert und auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt werden.

Die weitere Umrüstung der Anlagen erfolgt nach einem konkreten Zeitplan. Bis 2022 will die Stadt alle öffentlichen Gebäude mit KWK-Technologie austatten. Insgesamt sollen sieben BHKW installiert werden, die 15 Gebäude mit Wärme und Strom versorgen. Bereits jetzt werden durch die drei abgeschlossenen Projekte pro Jahr 86 t CO2 eingespart. (SP)

Weitere Informationen: Energieagentur NRW

 

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