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Sonnenergie für Schattenparker

CO2-neutrale und energieautarke Fabrik

Am Standort Lüdenscheid spart ABB künftig 630 t Kohlendioxid po Jahr ein. Die PV-Anlage wird rund 1.100 MWh Strom generieren. (Copyright: ABB)

Im Mai hat ABB in Lüdenscheid ihre weltweit erste CO2-neutrale und energieautarke Fabrik der Öffentlichkeit vorgestellt und dabei ein Solarkraftwerk in Betrieb genommen. „Die Photovoltaikanlage ist Teil einer ganzheitlichen Lösung, die alle Aspekte der Energieerzeugung und -verteilung abdeckt und es ermöglicht, hier künftig an Sonnentagen bis zu 100% des Strombedarfs zu decken“, sagte Hans-Georg Krabbe, Vorstandsvorsitzender von ABB Deutschland. Er unterstrich dabei, wie vorteilhaft ein System sei, in dem alle Komponenten digital miteinander vernetzt und im Sinne von Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung steuerbar seien.

Die 3.500 m² große, über den Parkplätzen des Firmengeländes installierte PV-Anlage wird pro Jahr rund 1.100 MWh Strom – also etwa den Jahresbedarf von 3.360 Privathaushalten – liefern. In Kombination mit einem BHKW kann dabei rund 14% mehr Energie erzeugt werden, als am Standort benötigt wird. Die überschüssige Produktion wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Technologisches Herzstück des Gesamtsystems ist das skalierbare Energiemanagementsystem Optimax von ABB. Die digitale Lösung überwacht und steuert die Strom- und Wärmeerzeugung, den Verbrauch und die Speicherung und arbeitet weitgehend autonom. Das lernende System berechnet dabei auf Basis von Vorhersagedaten den optimalen Energiefluss und gleicht Abweichungen in Echtzeit aus. Neben dem Energiemanagementsystem und der PV-Anlage mit Wechselrichtern vereint das Gesamtsystem weitere Technologien von ABB, wie einen Batteriespeicher mit einer Leistung von 200 kW und einer Kapazität von 275 kWh. An Ladestationen können Mitarbeiter und Besucher ihre Elektrofahrzeuge kostenfrei aufladen. (SP)

Weitere Informationen: ABB