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Wir stellen den professionellen Energiekunden in den Mittelpunkt

Interview mit Martin Pfränger über die 2018 erstmals stattfindende Messe EM-Power

Neben den etablierten Messen Intersolar und ees Europe veranstaltet die Solar Promotion zusammen mit der FWTM und der Messe München 2018 in München erstmals die EM-Power.

Unter der Dachmarke The smarter E werden im kommenden Juni in München neben der Intersolar und der ees Euroope zwei neue Messen stattfinden – die EM-Power und die Power2Drive. Warum geht die Solar Promotion diesen Schritt?
Die Energiewirtschaft befindet sich weltweit in einem dynamischen Wandel. Die Einbindung erneuerbarer Energien, Digitalisierung und Dezentralisierung verändern sie nachhaltig. Mit der Plattform „The smarter E“ fassen wir Themen und die zugehörigen Veranstaltungen für die neue Energiewelt als Ganzes zusammen. So können wir neue Entwicklungen intensiver thematisieren und den Austausch zwischen den Branchen und Industrien stärker fördern. The smarter E ist auch eine Reaktion auf die Entwicklungen der ausstellenden Unternehmen, die immer mehr auf integrierte sowie intelligent vernetzte Systeme und Services setzen.

Welche Themen die Power2drive abdeckt, deutet der Name schon an. Was steckt hinter der EM-Power? Und was ist das Besondere an dieser neuen Messe?
Die EM-Power konzentriert sich auf die intelligente Energiebereitstellung und -nutzung in Industrie und Gebäuden. Hier werden sowohl erneuerbare und effiziente Energietechniken als auch intelligentes Energiemanagement und Dienstleistungen bis hin zu Betreibermodellen präsentiert, die für den professionellen Prosumer von heute und morgen wichtig sind. Die EM-Power ist die erste Messe in Deutschland, die den professionellen Energiekunden in den Mittelpunkt stellt. Den Ausstellern ermöglichen wir einen zielgenauen Zugang zu Führungskräften und Fachpersonal aus diesem Themenbereich.

Was ist denn ein Prosumer?
Das Wort Prosumer setzt sich zusammen aus Producer und Consumer. In der neuen Energiewelt sind Kunden nicht mehr monopolgebundene Energieabnehmer wie früher. Wo einst Großkraftwerke fernab der Verbraucher standen, sind es heute zunehmend Photovoltaikanlagen, Blockheizkraftwerke, Biomassekessel oder Wärmepumpen, die Strom und Wärme dort produzieren, wo sie benötigt werden –direkt beim Verbraucher. Prosumer sind also gleichzeitig Energieproduzenten und -verbraucher. Dezentrale und erneuerbare Eigenversorgung, Contracting und Energiedienstleistungen lösen die Grenzen zwischen Erzeuger und Verbraucher auf. Dadurch entstehen auch neue Geschäftsmodelle. Diese Entwicklung greift die EM-Power auf.

Wer genau steckt hinter den Prosumern? An welche Besucherzielgruppe richtet sich die EM-Power?
Unsere Zielgruppe sind professionelle Energiekunden. Damit richtet sich die EM-Power an Energie-, Gebäude- oder Facilitymanager, Planer und Berater aus Industrie, Immobilienwirtschaft und Kommunen, die nachhaltige, sichere und kostengünstige Lösungen für ihre Gebäude und Anlagen suchen. Das können Produktionsbetriebe, Wohngebäude, Hotels bis hin zu Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sein. Aber auch Entscheider der mittelständischen Geschäftsführungsebenenen selbst können sich auf der EM-Power ein Bild über mögliche neue Energieversorgungsmöglichkeiten für ihre Unternehmen und Gebäude machen.

Wie erreichen Sie diese Besucherzielgruppen?
Als Teil von „The smarter E“ profitiert die EM-Power besucherseitig von den führenden Branchenmessen Intersolar Europe und ees Europe. Dort treffen sich jährlich über 40.000 Fachbesucher aus der Solar- und Energiespeicherbranche, darunter mehr als 11.000 Projektentwickler. Zudem nutzen Energieberater, Architekten und Unternehmen die beiden Messen, um sich über Lösungen für die intelligente Energienutzung zu informieren. Daneben trägt die Messe München als Mitveranstalterin der EM-Power durch Synergien mit thematisch verwandten Leitmessen wie der Expo Real, BAU, electronica und IFAT zur umfänglichen Besucherbewerbung bei. In 2018 findet zudem wieder die zweijährige Parallelmesse Automatica statt, deren Eintrittstickets auch für den Übertritt in die EM-Power gelten.

Für welche Aussteller ist die EM-Power interessant?
Für alle Unternehmen, die Lösungen und Systeme für die dezentrale und erneuerbare Eigenenergieversorgung, für die Energieverbrauchsoptimierung sowie für die Gebäudeautomation und für Energiemanagementsysteme anbieten. Wichtig ist, dass den Fachbesuchern praktikable und zukunftsfähige Lösungen für die Energieversorgung geboten werden.

Es gibt doch viele Fachmessen, auf denen die Unternehmen der Energieeffizienz-Branche ihre Produkte und Dienstleistungen ausstellen können. Warum sollten sie auf die EM-Power kommen?
Nun, die derzeit existierenden Fachmessen, auf der die Branche sich größtenteils präsentiert, zielen doch eher auf den Fachbesucher aus dem SHK-Handwerk sowie den TGA-Planer, Architekten und unter Umständen noch den Großhandel ab. Oder eben – im kleineren eher regionalen Kontext – auf den privaten oder auch gewerblichen Bauherren. Auf der EM-Power wird den Ausstellern jedoch der professionelle Energiekunde zugeführt, der zum Beispiel gerade ein Quartierskonzept plant und nach zukunftsfähigen Lösungen für eine passende Energieversorgung sucht. Der Betreiber eines Pflegeheimes oder Hotels, dessen Heizzentrale erneuert werden muss. Oder den Betriebsleiter, der in seinem mittelständischen Produktionsbetrieb Energiemanagement nach ISO 50001 einführen möchte.

Gibt es auf der Messe auch ein Rahmenprogramm, an dem sich Aussteller beteiligen können?
Wir planen auf der EM-Power kompakte Fachforen innerhalb der Halle C2. Dort können Kooperationspartner und Aussteller Best-Practice-Projekte, Beispiele und Energielösungen – zielgruppengerecht und praxisnah aufbereitet – vorstellen oder Trends beim effizienten Betrieb von gebäudetechnischen Systemen diskutieren. Auch Verbände und Institutionen aller relevanten Fachbereiche sind hier eingebunden. Die Fachforen werden gemeinsam mit der Messe München durchgeführt.

Wird es eine Fachkonferenz geben wie für die Intersolar und die ees Europe?
Für 2018 organisieren wir eine The Smarter E-Konferenz, bei der übergreifende Themen wie Digitalisierung und Dezentralisierung, Netzinfrastruktur, Lastmanagement, Smart Buildings, Smart Grids und vieles mehr aufbereitet werden. Eine eigene EM-Power-Konferenz ist in 2018 noch nicht geplant. Für den fachlichen Austausch sind die erwähnten Fachforen auf der Messe vorhanden.